Die sechs Tugenden – ein Interview

Stimmen

“Dieses Buch hätte ich sehr gerne selbst geschrieben, denn der Autor spricht mir so sehr aus der Seele, dass ich an manchen Stellen den Atem anhielt und es mir die Sprache verschlug (und das will bei mir was heißen).” Heinz Körner, Autor von “Johannes”

“Veit Lindau ist es mit seinem Buch gelungen, sich so intensiv und radikal mit diesem Thema auseinander zu setzen, dass es tief bewegt, geradezu aufrüttelt. Seine unkonventionelle Sprache, die packende Botschaft und die wirklich gut aufeinander aufbauenden Übungen zeigen uns den Weg zu dem, was in jedem von uns schlummert. Eine Liebe, die so groß sein kann, das sie alle Hindernisse überwinden kann. Ein Liebe, die uns glücklich macht, bereichert und erfüllt. Eine Möglichkeit, ein Bündnis für die Ewigkeit einzugehen. Mit uns selbst. Ein wirklich lesenswertes Buch.” Magazin Happinez

Leserin: “Lieber Veit, Dein Buch ist das Beste was ich je zum Thema Selbstliebe gelesen habe ,tausend Dank dafür ! Ich empfehle es meinen Buchhandlungskunden wärmstens ..LG”

Leser: “Heirate Dich selbst und schenke Dir dieses Buch. Du findest wundervolle Inspirationen, tiefe Weisheit und einfache Praktiken Dich ab sofort zu lieben. Danke lieber Veit für dieses Werk – Respekt für Deine Arbeit und die Liebe die Du teilst.”

Leserin: “…ein sehr offenes, imaginär wortbildreiches, authentisches Werk – Gratulation. Die Ehe mit sich selbst ist ein innovativer und stets zu erweiternder Prozess. Sehr einfache und praktikable Anleitungen, ein großartiges Werk in meinen Augen.”

Leser: “DANKE für das, was ich durch Dein Buch erfahre, was ich seit gestern mit wachsendem Berührt- und Erregtsein lese. Ich heule, ich wüte, ich arbeite……., danke für diese Berührung, für Deine Liebe und Verpflichtung, die ich in all den Worten spüre, danke für Ermutigung, das Wachgerütteltwerden, die Inspiration, die Konfrontation mit mir selbst und den Mut zum ehrlichen Hinschauen, was ich durch Dein Buch erfahre, danke für Deine Ehrlichkeit, in der Du schreibst, die diese Berührungen bei mir ermöglicht.”

 

Selbstliebe versus Narzissmus

Ein Interview der Journalistin Helga König mit Veit Lindau

Worin unterscheidet sich radikale Selbstliebe von Selbstverliebtheit?

Selbstverliebtheit plätschert an der Oberfläche, tätschelt die Fassade. Sie bedient Rollenspiele, aber sie erfüllt nicht. Radikale Selbstliebe folgt der Frage „Wer bin ich wirklich?“ bis in die Tiefe und hier, im Herzen unseres Wesens finden wir – paradoxerweise – alle anderen Menschen wieder. Wer sich hier erkennt, erkennt auch das DU. Deshalb kann ein Mensch, der sich wirklich selbst liebt, die anderen nicht mehr draußen halten.

Weshalb sollte man sich bewusst werden, an wen wir Macht über uns abgeben?

Weil es die vielleicht destruktivste geistige Angewohnheit des Menschen ist, aus der Perspektive eines Opfers heraus zu erfahren („Die Anderen haben mir die Macht genommen. Die anderen hindern mich… Die Anderen haben mich verletzt…). Es ist unser eigener Geist, der den Anderen die Macht über unsere Gefühle und Entscheidungen verleiht. In dem wir dies bewusst anerkennen, drehen wir den Prozess um. Wir holen die Macht über unser Erleben zu uns zurück.

Worin sehen Sie die wichtigsten Punkte in Ihrem schriftlich fixierten Ehegelübde, das wir uns als Versprechen zur radikalen Selbstliebe geben sollen?

Es gibt zwei Wahlen, die alles verändern. Erstens: Die Bereitschaft, uns genau so zu lieben, wie wir sind. Dies nimmt den manchmal ja schon wahnsinnigen Leistungsdruck von uns. Vielleicht zum ersten Mal erkennen wir unsere einzigartige Schönheit in unserer einzigartigen Unvollkommenheit. Zweitens: Unsere Bereitschaft, dieser Wahl bis zum Ende unseres Lebens, unter allen Umständen treu zu sein. Denn wenn wir unsere Treue zu uns immer wieder in Frage stellen, wenn es mal nicht gut läuft, entziehen wir uns selbst Kraft und Vertrauen. Selbstverrat schmerzt tiefer als jeder Verrat durch einen anderen Menschen.

Wieso ist es so wichtig, seinem Kampf gegen sich selbst ein Ende zu machen?

Weil es absurd ist, gegen das zu kämpfen, was ist. Weil so nie Erlösung stattfinden kann. Weil wir jeden Glücks- und Erfolgsmoment wieder vergiften werden, weil wir uns in der Tiefe ablehnen. Weil ein Mensch, der gegen sich selbst kämpft, diesen Kampf in jede Beziehung trägt und so seine Umgebung belastet. Weil unser Kampf gegen uns verhindert, unser wahres Mysterium, unsere natürliche Schönheit zu entdecken. Weil es krank macht – geistig, seelisch, körperlich und sozial. Weil Menschen, die gegen sich selbst kämpfen, strafende Götter erschaffen und Krieg in die Welt bringen. Weil jeder von uns absolut liebenswert ist.

Weshalb ist es entspannend, wenn man sich unliebsame Gefühle bewusst macht, mit ihnen sogar Frieden schließt und was muss man tun, um es zu bewerkstelligen, tatsächlichen Frieden solchen Gefühlen gegenüber auf den Weg zu bringen?

Gefühle sind (eigentlich) flüchtig. Sie wollen kommen, uns auf etwas hinweisen und wieder gehen. Wenn wir uns weigern, sie zu fühlen, bleiben sie und blockieren das System. Trauer, die nicht vollständig gefühlt wird, wird zu Depression… Was man tun muss, um Frieden damit zu finden? Ein guter Anfang ist es, das Buch zu kaufen und anzuwenden.

Sie schreiben, dass jeder Mensch einen emotionalen Grundduft hat, der von anderen Menschen wahrgenommen wird und Beziehungen stark beeinflusst. Wird durch Selbstliebe dieser Duft u.U. verändert und falls ja in welcher Weise?

In meiner Erfahrung entspannt er sich. Er wird angenehmer, lieblicher, einladender.

Wodurch zeichnet sich ein weiches, gütiges Herz aus?

Durch die Bereitschaft, den Schmerz dieser Welt persönlich zu nehmen und dabei nüchtern zu bleiben. Milde und Tiefe. Berührbarkeit und Stille. Zartheit und Unerschütterlichkeit. Ein weiches, gütiges Herz liebt. Es ist ein Paradox. Denn es ist wehrlos und gerade dadurch unangreifbar.

Weshalb sollten wir uns davor hüten, etwas festzuhalten?

„Sollten“ mag ich nicht. Manchmal müssen wir festhalten, selbst wenn es extrem weh tut. Wer weiß schon, was wir dabei lernen werden. Im Endeffekt macht Festhalten keinen Sinn, denn es erzeugt Leid. Alles kommt und alles geht. Wenn wir festhalten, stellen wir uns dem Leben in den Weg. Wir stehen im Fluss und versuchen, ihn anzuhalten. Anstatt mit zu schwimmen und so das Meer kennenzulernen.

Was geschieht mit Menschen, wenn sie in Liebe baden und können Sie diesen Zustand für die Leser näher beschreiben?

Ich möchte ihn bewusst nicht beschreiben, denn damit würde ich eine sehr intime, die Seele stillende Erfahrung zerreden. Ich möchte jedoch explizit dazu einladen, dich auf die Suche nach dieser heilsamen Erfahrung zu begeben. Im Buch gibt es eine CD mit einer geführten Meditation, die diesen Zustand inspiriert.

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